Mühlmattenschule Freiburg-Hochdorf
An das staatliche Schulamt Freiburg
Betr.: Zeichen für den Frieden - Rundschreiben 03/2003
Sehr geehrte Frau Brittinger!
Gerne möchten wir Ihnen - wie im Rundschreiben 03/2003 aufgefordert -von unserer Aktion bzgl. des Irak-Krieges berichten.
Als klar war, dass es zum Krieg kommen wird, haben wir in unserer Gesamtlehrerkonferenz gemeinsam überlegt, wie wir mit den Ängsten, Fragen und Nöten der Kinder umgehen können. Wir entwickelten die Idee, ein Friedenstuch zu gestalten. Frau Jüngling-Follmann malte auf ein Leintuch die Weltkugel, um die eine Friedenstaube mit dem Regenbogen fliegt. Zwei Tafeln waren zu sehen:
1. Ich wünsche mir Frieden in der Welt.
2. Ich sorge mit für Frieden in unserer Schule.
Jede Klasse hat das Bild betrachtet und darüber gesprochen, über die Friedenssymbole Taube und Regenbogen.

Bald wurde klar, dass es nicht nur Gewalt im Irak gibt, sondern auch an anderen Orten z. B. Afghanistan, Israel, ... und dass wir uns Frieden für die ganze Welt wünschen. So haben sich auch die Kinder aus Afghanistan oder palästinensische Kinder mit ihren Problemen ernst genommen gefühlt.
Die Kinder haben erkannt, dass eine friedliche Welt für alle, ein Wunsch aller ist, dass wir aber hier im Kleinen, hier an unserer Schule beginnen können, für Frieden zu sorgen, sich um den Frieden bei uns zu kümmern und selbst "Hand anlegen" können. Als Zeichen "wir fassen mit an" hat jedes Kind seine Hand auf Papier gezeichnet, ausgeschnitten und gestaltet. Anschließend wurden die Hände aller Kinder um die Weltkugel geklebt, die Weltkugel wird nun von den vielen Händen getragen bzw. die Weltkugel befindet sich in einem Meer tatkräftig zupackender Hände.
Mit freundlichen Grüßen
M. Lorenz-Scheller
G. Jüngling-Follmann
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